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Zeitloser Zeitzeuge: Schweizer Design von 1939

Klassiker: Den Landi-Stuhl aus Aluminium mit seiner gelochten Sitzschale haben die meisten schon mal gesehen. Ein Blick in die Vergangenheit und zurück ins Heute lohnt sich bei dieser aussergewöhnlichen Sitzgelegenheit.
Der neue und doch alte Landi-Stuhl erfreut sich auch heute noch grosser Beliebtheit, denn er ist bequem, ästhetisch und robust. Bild: Vitra International AG

Der neue und doch alte Landi-Stuhl erfreut sich auch heute noch grosser Beliebtheit, denn er ist bequem, ästhetisch und robust. Bild: Vitra International AG

Eigentlich stand die «Landi», die Schweizer Landesausstellung 1939, ganz im Zeichen der geistigen Landesverteidigung und des Patriotismus, brach doch noch während der Ausstellungsdauer der Zweite Weltkrieg aus. Nebst dem Zelebrieren von Traditionen und Altbewährtem wurden den Menschen während der sechsmonatigen Ausstellung allerdings auch einige Kontrastpunkte gezeigt: Ausstellungspavillons wie etwa derjenige der Aluminiumindustrie präsentierten neuste Technik und modernes Design. Der sachliche, leicht wirkende Baustil vieler Pavillons ging später unter dem Namen «Landistil» in die Schweizer Architekturgeschichte ein.

Ein Designklassiker ist geboren

Rund 1500 Stück des Landi-Stuhls wurden für die Ausstellung 1939 hergestellt. Diese wurden dann auch fleissig für eine Pause genutzt. Bild: Stadtarchiv Zürich
Rund 1500 Stück des Landi-Stuhls wurden für die Ausstellung 1939 hergestellt. Diese wurden dann auch fleissig für eine Pause genutzt. Bild: Stadtarchiv Zürich

Im Zuge dieser neu entstandenen, modernen Denkweise und Einstellung entwickelte Hans Coray für die Landesausstellung den Landi-Stuhl aus Aluminium. Dieser praktische Stuhl hat sich in den vergangenen Jahren zu einem unverkennbaren Markenzeichen dieser Zeit und zu einem Design-Klassiker entwickelt. Coray konstruierte eine bis dahin noch unbekannte, neue Art von dreidimensionaler Sitzschale, die auf einem separaten Sockel angebracht ist. Die klare Struktur dieses Aluminiumstuhls besteht aus zwei Teilen. Zwei U-förmige Profile werden durch geschweisste Querträger verbunden und bilden einen selbsttragenden Rahmen. Diese Konstruktion dient gleichzeitig als Beine wie auch als niedrige Armlehnen. Die Sitzschale nutzt die Möglichkeiten des Materials optimal: Exakt 91 gestanzte Löcher sind nicht nur für das bescheidene Gewicht und die Flexibilität der Schale verantwortlich, sondern verleihen dem Landi-Stuhl auch sein typisches Aussehen.

Neu und doch wie früher

Der leichte, stapelbare Landi-Stuhl ist robust, wetterbeständig und vor allem zeitlos. Obwohl schon fast 80 Jahre alt, bilden Elemente wie technische Innovation, optimaler Materialeinsatz, minimalistische Form und zurückhaltende Eleganz die Grundlage für einen Klassiker. Kein Wunder ist der Stuhl auch heute noch vielerorts anzutreffen. Der Landi-Stuhl wird heute originalgetreu, aber in neuer Auflage vom Schweizer Möbelhersteller Vitra produziert. Monika Burri

www.vitra.com


Superhelden im heimischen Garten

Garten: Superfood ist in aller Munde und wird leidenschaftlich konsumiert. Erstaunlich ist, wie wenig Aufmerksamkeit dabei die tollen Eigenschaften unserer einheimischen Nahrungsmittel erhalten – die zudem leicht selber kultiviert werden können.

Keiner zu klein, um im Garten oder Hochbeet Gemüse anzupflanzen: Superfood aus Eigenproduktion. Bild: Adobe Stock
Keiner zu klein, um im Garten oder Hochbeet Gemüse anzupflanzen: Superfood aus Eigenproduktion. Bild: Adobe Stock

Superfood bezeichnet Pflanzen mit einem hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien und besonders gesundheitsfördernden Eigenschaften. Jeder Kontinent ist bekannt für bestimmte Superfoods: Avocados, Quinoa oder Chiasamen aus Südamerika, Baobab oder Moringa aus Afrika, Konjakwurzeln oder Algen aus Asien. Auch Europa kennt unzählige Superfoods. Nur wurden diese bisher nicht als solche bezeichnet und anerkannt. Oder hatten gar –wie im Fall der Brennnessel – einen allzu schlechten Ruf. Gut, werden sie gerade (wieder) entdeckt. Denn viele einheimische Multitalente lassen sich ganz einfach im Garten oder auf dem Balkon kultivieren. Und auch manche Exoten wie Chili gedeihen problemlos auf der Schweizer Fensterbank.

Broccoli
    

Zeitloser Zeitzeuge: Schweizer Design von 1939 Image 1

Das Kohlgemüse gedeiht am besten auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden an einem sonnigen Platz im Gemüsebeet, z. B. neben Radieschen, Sellerie oder Randen, einem weiteren Superfood. Beim Broccoli sind neben den Röschen auch die Stängel und Blätter essbar. Brokkoli ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium sowie an Vitaminen wie B1, B2, B6, E und C.

Grünkohl

Grünkohl ist ein recht anspruchsloses, schnellwüchsiges Gemüse, das sich wie alle Kohlarten auf einem humus- und nährstoffreichen Boden in der Sonne am wohlsten fühlt. Der proteinreiche Grünkohl enthält unter anderem sehr viel Vitamin C und ist wie alle Kohlsorten sehr ballaststoffreich.Zudem liefert er viel Kalzium, Eisen, Vitamin K und hat antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe.

Löwenzahn

Löwenzahn ist ein effektives Heilkraut. Unkompliziert wächst er in jedem gesunden Garten und lässt sich auch im Kübel züchten. Der Tee stärkt das Immunsystem, unterstützt die Leber- und Nierenfunktion, wirkt gegen Entzündungen und lindert gleichzeitig Gelenkschmerzen. Als Superfood punktet der Löwenzahn neben zahlreichen Vitaminen und Mineralien auch mit selten vorkommenden Bitterstoffen, die sich positiv auf Verdauung und Gallentätigkeit auswirken.

Himbeeren
    
     

Zeitloser Zeitzeuge: Schweizer Design von 1939 Image 2

Herbsthimbeeren sind unkomplizierter im Anbau, während Sommerhimbeeren mehr Ertrag liefern und oftmals süsser schmecken. Beide brauchen einen sonnigen, luftigen Platz, am besten in nahrhafter, sehr lockerer Erde. Sie enthalten viel Eisen (mehr als Rote Beete!) und Vitamin C, das die Eisenaufnahme fördert, Provitamin A, Vitamin B (B1, B2, B6), Kalzium, Kalium, Magnesium und Folsäure. Aus den Blättern von Himbeeren kann zudem ein sehr heilkräftiger Tee zubereitet werden.

Brombeere

Auch die Brombeere mag es sonnig, windgeschützt, auf lockerem, humushaltigem Boden. Für den Balkon oder die Terrasse eine kleinwachsende Sorte bevorzugen. Die Brombeere ist eigentlich anspruchslos in der Pflege, aber Staunässe sollte vermieden werden.Brombeeren sind besonders reich an Vitamin A und C sowie an Magnesium, Eisen, Calcium und Kalium und wirken antioxidativ. Dominique Simonnot